OnkelSeosErbe: Und schon der nächste Wettbewerb
Kaum haben wir uns von dem JahresEndSEO-Wettbewerb erholt, rollt der nächste auf die SEO-Szene zu: das OnkelSeosErbe. Ausrichter des Wettbewerbs ist seoincentives.de. Als Gewinne sind ein MacBook Air, ein IPAD2 und ein 6-Monate-Zugang zum SEO-Tool von Next Generation SEO ausgelobt.
Und so sehen die Teilnahmebedingungen für OnkelSeosErbe aus:
- Jeder kann mit seiner OnkelSeosErbe-Website mitmachen, egal ob neue Seite oder bestehende Präsenz
- Jeder Teilnehmer macht als natürliche Person mit (??)
- Teilnehmende Websites brauchen ein Impressum (das finde ich mal eine vernünftige Regelung)
- Jeder Teilnehmer nimmt nur mit einer Webpräsenz teil, d. h. die Top10 mit mehreren Suchmaschinenoptimierten Seite zu fluten, bringt einen nicht mehr Gewinne – es zählt immer die bestplatzierteste Seite
- Spezialseiten wie Wikipedia etc. zählen nicht (in vergangenen SEO-Wettbewerben waren z. B. auch Seiten von Google oder Facebook in den SERPs vertreten)
- Sponsoren dürfen natürlich nicht teilnehmen
OnkelSeosErbe – wie sieht das nun aus?
Wenn der Onkel SEO war und nun sein Lebenswert vererben soll, sind eine Reihe von Formalitäten zu regeln. Da viele – was sage ich, bestimmt alle – SEOs zum besseren Ranking Linkaufbau betreiben, wird zunächst das Linknetzwerk aufzudecken sein, damit man damit weiterarbeiten kann.
Exkurs: Wie kommt man geeignete Links?
Viele teilen Links in der verschiedene Kategorien ein: “einfache Links” – also Links, die man in jedem Fall erhält und die in der Regel kostenlos sind. Dies können Links von Bookmark-Portalen sein, aber auch Verweise, die man mittels Artikel-Marketing oder kostenlosen Pressemitteilungen erwirkt hat.
In die zweite Kategorie fallen Links, für die man Geld ausgegeben hat. Sei es durch Linkmiete oder klassische Bannerwerbung. Von Google und anderen Suchmaschinen wird dies zwar nicht gern gesehen – Fakt ist jedoch, dass man bei hart umkämpften Keywords ohne gekaufte Links nichts werden kann.
Die dritte Kategorie und damit die “Königsklassen” bilden Links, die freiwillig gesetzt werden. Zu nennen sind hier Links aus viralem Marketing oder auch Linktausch. Wobei Linktausch immer eine Vertrauenssache ist: Neben technischen Möglichkeiten, den Linkjuice nicht weiterzugeben (noindex, robots.txt, Cloaking usw.) kann der Linkgeber auch einfach den Link wieder offline nehmen. Beim Linktausch muss man also eine permante Überwachung einplanen.
Aus diesen ganzen Linkbuilding-Maßnahmen ergibt sich auch jeden Fall eines: eine Menge Zugangsdaten und Passwörter. Diese muss der Erbe des Onkel SEOs erst einmal zusammentragen, damit er das Linknetzwerk weiterhin betreiben kann.
Vertragspartner ermitteln
Hat der Onkel intensiv SEO betrieben, dann wird er, wie in dem vergangenen Absatz bereits beschrieben, vielleicht Links verkauft, vermietet oder getauscht haben. Es gibt also Rechte und Pflichten, die der SEO-Erbe durch das Ableben des Onkels erworben hat. Hier gilt es sich einen Überblick zu verschaffen. Ein Rechtsanwalt kann dabei helfen, die Vertragsverhältnisse zu konsolidieren. Wichtig auch die Frage: Gibt es noch offene Forderungen?
Fazit
Ein SEO-Erbe anzutreten, ist gar nicht so einfach. In die Top-Platzierungen zu einem Suchbegriff wie OnkelSeosErbe zu kommen, auch nicht.
